Mittwoch, 15. Juni 2011

Die Müritz

Am Pfingstmontag, den 13.06.2011, war tatsächlich ein wunderschöner Tag zum Radfahren, sonnig, nicht zu heiß, also auf geht`s Richtung Nationalpark. Dieser beginnt nur ca. 1,5 km vom Hafen entfernt. Wir fahren einen Weg der teilweise durch Wald, teils durch Felder führt, zeitweise sieht man auch einen See. Ich hatte am Vortag eine Karte studiert und wollte nach Federow. Dort gibt es ein Info-Center, in dem man ein kameraüberwachtes Fischadlernest, das sich auf einem Strommast befindet, im Fernseher live beobachten kann. Nach gefühlten 50 km (ich bin ein großer Radfahrer!), tatsächlichen ca. 8 km, kamen wir am Müritzhof an, laut dort aushängender Karte meilenweit von Federow entfernt! Aber was soll`s. Es war sehr schön dort. Auf ca. 7 % der Nationalparkfläche soll Landschaftspflege stattfinden, um historisch wertvolle Landschaftsbilder oder spezielle Pflanzen- und Tierarten zu erhalten. So grasen auf den Weiden am Ostufer der Müritz bei Müritzhof Fjällrinder, Gotlandschafe und Shetlandponys.  

Am Müritzhof

8 km hin heißt auch wieder 8 km zurück, also machten wir uns nach einer Pause auf den Heimweg, diesmal ein anderer Weg. Unterwegs sahen wir auf einer Waldlichtung ein Reh, das uns groß anguckte, dann aber leider wegrannte. Nach einigen km kam eine Abzweigung nach Federow, was tun? Ich hatte einen guten (Radfahr-) Tag und so fuhren wir in diese Richtung. Die Radwege sind übrigens fantastisch, auch in den Orten. In Federow guckten wir uns den Live-Videofilm an, wirklich sehenswert. Das Fischadler-Männchen kommt schon seit 11 Jahren in das Nest, das Weibchen seit 5 Jahren. Die beiden hatten dieses Jahr 4 Junge. Leider kamen 2 am 31.05. bei einem Unwetter ums Leben, die Mutter konnte nicht alle mit ihrem Gefieder schützen. Während wir den Film guckten, kam das Männchen mit einem Fisch zurück, den er an die Jungen verfütterte. 
Anschließend machten wir uns auf die Heimfahrt. Wir waren ca. 25 km geradelt (eine für mich unglaubliche Leistung!) und es war wirklich ein wunderschöner Tag.

Rast im Nationalpark

Am Dienstag, den 14.06.2011, fahren wir von Waren weg, erst einmal wird an der Bootstankstelle die Nussi aufgetankt. An Wassertankstellen immer ein extra teures Vergnügen! Nun geht es aus der Binnenmüritz auf die eigentliche Müritz hinaus. Es ist zwar warm, aber leider ziemlich bedeckt und etwas windig, aber der Hafenmeister meinte, kein Problem (man soll ab Windstärke 4 je nach Schiffstyp nicht unbedingt auf der Müritz fahren). Da wir nur ca. 10 km weiter wollen, fahren wir  innerhalb der Tonnen nicht allzu weit vom Land entfernt, es geht prima und nach 1 Stunde kommen wir in Sietow Dorf an. Ein schöner Hafen, ein kleines Dörfchen, fast eine Wohltat nach ein paar Tagen Touristenrummel in Waren.

Blick vom Hafen Sietow auf die Müritz
Abends gehen wir in einer Fischräucherei, die es hier sehr viel gibt, etwas essen. Geräucherte Forelle bzw. in Knoblauch eingelegte geräuchert Lachsforelle, noch warm, ein Gedicht!

Am Mittwoch, den 15.06.2011, fahren wir wieder ein Stückchen weiter bis Röbel. Der Ort liegt in einer Einbuchtung der Müritz und bei der Einfahrt kommt man an diesen Häusern vorbei, schön, nicht?
Bootshäuser Röbel
Der Stadthafen von Röbel wurde im vergangenen Jahr neu gemacht, sehr schöne Stege mit Wasser und Stromanschluss. Es gibt sanitäre Einrichtungen und Supermärkte sind direkt über die Straße zu erreichen.

Im Stadthafen

Auch die Altstadt ist sehr hübsch, viele bunte Fachwerkhäuser, leider auch ein paar Abrisskandidaten dazwischen. Bei einem Spaziergang sehen wir uns noch die Marienkirche von 1250 an, innen 2007 sehr schön restauriert.

Nikolaikirche in Röbel



Sonntag, 12. Juni 2011

In Waren

Am Freitag, den 10.06.2011, fahren wir nach dem Frühstück von Eldenburg nach Waren. Es ist nur ein Katzensprung, wir kommen jetzt in die Müritz, allerdings erst mal in die Binnenmüritz. Hier kann man noch das Ufer sehen, was später zeitweise nicht mehr der Fall sein wird. Die Müritz ist mit 117 qkm der größte deutsche Binnensee. Das Gewässer hat in seiner größten Ausdehnung eine Länge von 28 km und ist nahezu 14 km breit.

Blick auf Waren
Luftaufnahme Link: http://www.waren-tourismus.de/
Waren ist eine Stadt mit ca. 22.000 Einwohnern. Hier herrscht ein reges Treiben, sehr viel Tourismus. Was uns aufgefallen ist, es gibt scheint`s keine unrenovierten Häuser, zumindest nicht in der weiträumigen Altstadt. (In Plau z.B. war vieles renoviert, aber auch noch viel, was auf Renovierung wartet, in Malchow gibt es noch viel zu tun, relativ wenig ist gemacht.) Alles ist sehr schön restauriert, es gibt jede Menge Geschäfte, die auch größtenteils sonntags geöffnet haben und sehr viele Restaurants.
Rathaus auf dem Marktplatz

Geschäfte in der Lange Straße
Der Stadthafen liegt mitten im Zentrum, man könnte den ganzen Tag auf dem Schiff sitzen und gucken! An der Promenade gibt es Restaurants, die gut besucht sind, Fahrgastschiffe fahren mehrmals täglich zu Rundfahrten hier ab. Der Hafen ist immer sehr voll, viele Skipper legen auch nur ein paar Stunden tagsüber an, um in die Stadt zu gehen.

Teil des Stadthafens
Nach ganz viel Natur genießen wir auch mal wieder das Stadtleben. Wir kaufen ein, bummeln, trinken etwas in einem der zahlreichen Straßencafés.
Am 11.06. besuchen wir das Müritzeum. Es zeigt das größte Süßwasseraquarium für heimische Fische in Deutschland und eine interaktive, multimediale Ausstellung zu den Schönheiten und Besonderheiten der Müritz Region und des Müritz-Nationalparks. Gleichzeitig fungiert das Müritzeum als Informations- und Naturerlebniszentrum für die Mecklenburgische Seenplatte. 

Das Wetter ist ganz gut, es ist warm, wenn auch ab und zu mal eine Schauer runterkommt.
Wir wollten mit dem Fahrrad ein Stück Richtung Müritz Nationalpark fahren, haben uns dann aber von schwarzen Wolken abhalten lassen, obwohl im nachhinein . . . es wäre relativ gut gegangen. Mal sehen, wie es morgen aussieht.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Vom Plauer See zur Müritz

Am Montag, den 06.06.2011, fahren wir von der Fischerhütte über den Plauer See, von dort in den Petersdorfer See, ca. 3 km lang und dann in den Malchower See nach Malchow. Der Stadthafen Malchow wurde im Sommer 2008 eröffnet und bietet 35 Liegeplätze für Wasserwanderer.

Stadthafen Malchow
Er liegt direkt an der bekannten historischen Drehbrücke. Diese wird zur vollen Stunde zwischen 9 und 20 Uhr für die Durchfahrt der Schiffe geöffnet. 

Drehbrücke Malchow
Wir spazieren durch das Städtchen und entdecken ein kleines "DDR" Museum, in das wir reingehen. Man hat sehr viele Gegenstände aus dem Alltag zusammengetragen, an viele Sachen können wir uns erinnern, die es in den 60iger Jahren bei uns auch gegeben hat. Link: http://www.mueritz.city-map.de/02012300/ddr-museum-malchow
Es ist wieder sehr heiß heute und unser Besichtigungsdrang sehr eingeschränkt! Nachmittags kommt etwas Regen runter, aber hält sich sehr in Grenzen.

Am nächsten Morgen, Dienstag, den 07.06.2011, hole ich in der nahe gelegenen Bäckerei ein paar Brötchen (ein Liegeplatz im Ort hat schon seine Vorteile) und da der Hafen genau vor der Drehbrücke liegt, brauchen wir nur ein paar Minuten vor der Öffnungszeit losfahren.
Es geht weiter über den Malchower See in den Fleesensee, von dort gelangt man in den Kölpinsee. Von diesem biegen wir sofort durch eine schmale Einfahrt in den Jabelschen See ab und gelangen zum Yachthafen Maribell. Hier ist es wieder sehr ruhig, zum Yachthafen gehören sehr hübsche Ferienhäuser, ein Campingplatz und 2 Restaurants. Der Service ist sehr gut, man wird von einem Mitarbeiter empfangen, der einen Platz zuweist und hilft, bis das Schiff festgemacht ist. 

Yachthafen Maribell

Wir fahren mit dem Rad in den Ort Jabel und finden einen Friseur, aber der hat zu! Weiter geht`s bis zum nächsten Örtchen Damerow zur Fischerei Rotunde. Hier ist eine kleine, sehr hübsche Gaststätte (Link:  http://www.mueritz-fischtage.de/teilnehmer/rotunde_damerow.html ) , zu der ein Bootsanleger gehört, was wir leider vorher nicht wussten. In dem Ort bzw. dem Naturschutzgebiet befindet sich ein Wisentreservat, in dem die von dem Aussterben bedrohten Tiere leben.
Am Nachmittag gehe ich ins Wasser, es ist wieder sehr heiß und schwül. 

Am nächsten Tag, Mittwoch den 08.06.2011, ist es stark bedeckt, aber schwül. Wir fahren zum Friseur und fragen nach einem Termin. Sehr schwierig, aber wir haben Glück und bekommen einen für 14 Uhr.
Im Ort steht die stärkste Eibe Mecklenburgs, über 300 Jahre alt mit einem Umfang von 4,35 m, die müssen wir uns angucken.
Wir entdecken noch ein Altertümchen, einen echten Tante-Emma-Laden!
Später fängt es an zu gewittern und zu regnen, aber zu unserem Friseurtermin kommen wir trockenen Hauptes und das ist das Ergebnis!


Am Abend gehen wir im Hafenrestaurant Toplicht essen, es gibt sehr leckeren Zander. 
Als wir auf dem Boot zurück sind, frischt der Wind immer mehr auf. Wir befestigen mit zusätzlichen Seilen, das Schaukeln und Schlagen der Wellen hört nicht auf. Es ist so schlimm, dass sogar mein Göttergatte beschließt, nicht in seinem Bett, sondern auf der Bank im Salon zu schlafen. Wir legen meine Matratze auf den Boden daneben, in der Mitte des Bootes ist das Schaukeln am geringsten und auch der Krach der gegen die Bordwand schlagenden Wellen erträglich. Wir schlafen einigermaßen, der Wind lässt die ganze Nacht nicht nach.

Am Donnerstagmorgen, 09.06.2011, windet es immer noch, aber wir fahren trotzdem weiter. Das Ziel ist nicht weit, wir fahren aus dem Jabelschen See kommend ca. 8 km durch den Kölpinsee. Er hat zwar ziemlich langgezogene Wellen, aber zum Fahren geht`s. Nach einer guten Stunde kommen wir in der Marina Eldenburg, dem "Tor zur Müritz" an. Hier wollen wir heute bleiben, bevor wir morgen für die Dauer der Pfingsttage nach Waren an der Müritz fahren. Im Hafen ist eine große Charterstation mit riesigen, supergepflegten Schiffen, bei denen man an der Aussage, dass die Leute kein Geld mehr haben, sehr stark zweifelt. Aber wir sind mit unserer Nussi zufrieden, sie gehört uns und reicht vollkommen aus. Aber man kann ja mal gucken und träumen!

Marina Eldenburg

Sonntag, 5. Juni 2011

In der Fischerei & Räucherei Alt Schwerin

Es ist Freitag, der 03.06.2011. Wieder herrlichstes Wetter, so gefällt uns das. Wir radeln zu einem Tischler, Günter braucht ein zugeschnittenes Brett, er muss noch etwas an seinem neuen Armaturenbrett basteln, denn es hat sich herausgestellt, dass die vom Radio eingebauten Lautsprecher die Ruderanzeige stören! Es stellt sich heraus, dass der Tischler eigentlich heute nicht arbeitet, erklärt sich dann aber doch bereit, das Teil anzufertigen. Vielen Dank Herr Holtz! In der Wartezeit wollen wir zum Friseur, der 1. Laden ist ganz geschlossen, der 2. ausgebucht. Bei der Info erfahren wir, wo es noch einen Friseur gibt, aber auch der hat leider nichts mehr frei. Dann müssen wir halt mit der Verschönerung noch ein paar Tage warten! Wir fahren einkaufen, dann zum Boot zurück. Gegen 13.30 fahren wir zum Tischler, um unseren Auftrag abzuholen. Wir laufen durch den Ort Richtung Kanal und entdecken ein Ackerbürgerhaus (Neben Handwerk oder Handel benötigten die Bürger zum Leben Acker und Vieh, also waren es Ackerbürger). Es wurde 1756 nach einem Stadtbrand auf vorhandenem Kellergebäude neu errichtet, das Baudenkmal wird in Eigenleistung erhalten.

Ackerbürgerhaus
Anschließend essen wir in einem Café an der historischen Hubbrücke ein Stück selbst gebackene Sanddornquarksahne-Torte. Lecker!

Historische Hubbrücke

Am Samstag, den 04.06.2011, fahren wir von Plau weg, aber nur ein kleines Stückchen, ca. 10 km, auf dem Plauer See zur Fischerei & Räucherei Alt Schwerin. Dieser Anleger liegt in einer Bucht des Plauer Sees, außer dem Fischrestaurant (http://www.fischerei-alt-schwerin.de/fischrestaurant-plau.html ) gibt es hier nichts, aber das "Nichts" ist mal wieder wunderschön! Da am Donnerstag Feiertag war, ist ziemlich viel Betrieb, viele Leute haben ein langes Wochenende und das Wetter ist traumhaft. Nachmittags fahren wir ein Stückchen mit dem Rad, aber nicht weit, es ist viel zu heiß!

Fischerei & Räucherei Alt Schwerin
Auch am Sonntag, den 05.06.2011, ist es wieder über 30°. Ich entschließe mich den Versuch zu wagen und ins Wasser zu gehen. Der erste Moment war furchtbar, aber dann stellte ich fest, gar nicht so kalt. Lt. Badethermometer hat das Wasser 22°, ich blieb eine ganze Stunde drin und putzte bei der Gelegenheit die Stellen am Boot, an die man von draußen nicht drankommt. Für Nachmittags waren Gewitter und teilweise starke Niederschläge angekündigt, aber außer ein paar Tropfen gegen 18 Uhr haben wir nichts mitbekommen.

Der Beweis!


Donnerstag, 2. Juni 2011

Von Lübz nach Plau am See

Am Morgen des Mittwoch, den 01.06.2011, ist es noch grau und kühl, aber wir brechen trotzdem auf Richtung Plau am See. Unmittelbar hinter dem Hafen Lübz ist eine Schleuse, bevor man einfahren kann, muss noch eine Brücke gehoben werden. Das Ganze ging zügig vonstatten, doch ca. 10 km weiter kommt die nächste Schleuse, mit 7 m Hub die höchste an der Müritz-Elde-Wasserstraße. Dort warteten bereits mehrere Schiffe und am Anleger war keine Möglichkeit, festzumachen. So manövrierten wir ca. 1/2 Stunde lang, es war ziemlich windig und somit sehr unangenehm. Endlich ging die Schleuse auf, doch es passten nicht alle wartenden Schiffe rein. Jetzt konnten wir aber wenigstens festmachen und die Turnerei hörte auf. Es dauerte ca. 1/2 Stunde, bis die Schleuse oben war, dann wurde Wasser abgelassen und plötzlich ging die Ampelanlage, die anzeigt, in welchem Betriebszustand sich eine Schleuse befindet, ganz aus. Ein Skipper meinte, der Schleusenwärter macht jetzt bestimmt Mittag (wovon allerdings nichts in unseren schlauen Wasserkarten steht) und hatte damit Recht. Nach einer 3/4 Stunde ging es dann endlich weiter. 8 Schiffe wurden in die Schleuse gepackt (wir ganz vorne) und los ging`s. Ein Glück, dass wir ganz vorne waren. Wir hatten zwar gelesen, dass das Wasser seitlich eingeleitet wird und es zu Strömungen kommt, aber dass man in einem nicht ganz so hohen Boot kostenlos geduscht wird, davon stand nichts drin! Die arme Frau in dem Boot hinter uns wurde bestimmt patschnass, aber sie konnte nicht flüchten, da genau an der Stelle das Seil zum Festhalten befestigt war. Als wir endlich aus der Schleuse kamen, waren seit der Ankunft fast 3 Stunden vergangen. So kann es gehen, bisher hatten wir immer ganz großes Glück gehabt. Nach diesem Abenteuer folgte eine automatische Schleuse, dann in Plau noch eine mit Schleusenwärterin, die auch eine Fußgängerbrücke hochfahren ließ. Direkt hinter der Schleuse liegt der Wasserwanderrastplatz Plau am See, kurz bevor man in den See fährt. Wir gehen noch schnell einkaufen, da morgen Feiertag ist (hier "Herrentag" genannt) und sind dann für den Rest des Tages mehr als geschafft, kein Wunder, wenn man für eine Strecke von 22 km 7 Stunden braucht!

Wasserwanderrastplatz Plau am See

Am Donnerstag, den 02.06.2011, haben wir strahlend blauen Himmel und es ist schön warm. Nach dem Frühstück (also so gegen 11.30 Uhr!) setzen wir uns auf die Räder und fahren in den Ort. Plau am See ist sehr hübsch, schon der erste Eindruck beim Reinfahren war sehr positiv.

Wunderschöne Haustür

Wir fahren die Promenade entlang, leider kommen wir wegen umfangreicher Bauarbeiten nicht bis zum See, die Anlage soll vergrößert werden, ein weiterer Hafen ist scheint`s geplant.
Im Ort besichtigen wir die Sankt Marien Kirche von 1225, eine nette Dame, die ehrenamtlich tätig ist, gab uns aufschlussreiche Erklärungen. Das Innere der Kirche ist sehr schön, wenn auch renovierungs- bedürftig, doch für so was gibt`s keine Zuschüsse. (Link: http://www.kirche-plau.de/ )

St. Marien-Kirche in Plau am See


Von der Kirche aus gingen wir zur Burganlage Plau, in der sich ein kleines Museum befindet. (Link:
http://museen.kulturportal-mv.de/de/museen_von_a_bis_z/burgmuseum_plau_am_see.html )
Dort gibt es sehr interessante Gegenstände  aus der Lebens- und Technikgeschichte von Plau zu sehen.
Anschließend bestiegen wir den Burgturm, 2 x 23 Stufen Wendeltreppe, sehr eng und steil. Von oben ein sehr schöner Blick auf Plau. Unter dem Turm ein Verließ, die Vorstellung dort eingesperrt zu sein, nicht sehr angenehm.

Burganlage Plau am See

Am Nachmittag fahren wir mit dem Rad vom Hafen aus Richtung Plauer See. Ein wunderschöner Weg, teils durch Wald und immer wieder ein Blick auf den See. Auf einem riesigen Campingplatz, durch den ein Rad- und Wanderweg führt, kommen wir an einem Badestrand bis an den See heran, Urlaubsfeeling! Zurück im Städtchen gehen wir etwas essen, mal wieder ein schöner Tag!

Blick auf den Plauer See



Dienstag, 31. Mai 2011

Heute, am Dienstag, den 31.05.2011, ist es morgens um 7.30 Uhr (ich bin von alleine wachgeworden!) schon sehr warm, der Himmel blau, einfach nur schön.
Ca. 9.30 heißt es "Leinen los", nach 7 km kommen wir an eine Selbstbedienungsschleuse. 

Da für uns die Handhabung des Bootfahrens ganz selbstverständlich ist, habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, welche Fragen sich jemand stellt, der keine Ahnung hat. Daher ein paar Erläuterungen zum besseren Verständnis. Zum Fahren eines eigenen Boots benötigt man einen amtlichen Sportbootführerschein. Dafür muss man Kenntnisse über verschiedene gesetzliche Vorschriften haben, Zeichen kennen, Knoten lernen usw. Man sollte (bzw. muss) im Besitz von guten Wasserkarten sein, in denen sind alle Schleusen mit Länge, Breite, Hubhöhe und Öffnungszeiten verzeichnet, man sieht, wo man anlegen kann, wie die Ausstattung ist (Wasser, Strom, Service, Duschen und sonstige sanitäre Einrichtungen, Waschmaschine, wie weit ist die nächste Einkaufsmöglichkeit, das nächste Restaurant entfernt usw.), wie hoch die Brücken sind, unter denen man hindurchfahren muss, wann ggf. Brücken geöffnet werden. Weiter kann man sehen, wo die Fahrrinne verläuft, selbst bei breiteren Gewässern kann diese durch entsprechende Betonnung stark eingeschränkt sein.  Wir haben uns Wasserkarten gekauft, bei denen eine Software dabei ist. Das ist ganz lustig, mittels einer GPS-Maus wird auf dem Bildschirm des Laptops auf der Karte die Position deines Schiffs angezeigt. Wir haben das auf dem großen Schweriner See ausprobiert, wo man nicht unbedingt sehen kann, wo muss man nun hin und sieht dann sein Schiff auf der Karte und weiß, wo man sich befindet.
Soweit eine kleine Lehrstunde!

Gegen Mittag kommen wir in Lübz an, hier sehr bekannt durch eine Bierbrauerei. Die Marina der Stadt Lübz ist sehr hübsch gelegen, nur die Stege sind leider sehr kurz, so dass das Festmachen etwas schwierig ist. Wir schnappen uns sofort unsere Stühle und gehen unter Bäume in den Schatten. Es ist ca. 30 ° warm und schwül, für den Nachmittag sind Gewitter angesagt. Innerhalb kurzer Zeit wird der Hafen voll, wir gehen in den Ort, der nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt ist. Es dauert nicht lange, da wird es kohlrabenschwarz und die ersten Tropfen fallen. Wir flüchten in ein Restaurant und essen ein Eis. Inzwischen ist ein Gewitter aufgezogen und es schüttet. Innerhalb kurzer Zeit kühlt es von 30° auf 15° ab. Wir warten, bis der Regen weniger wird, gehen noch etwas einkaufen und dann schnell zurück zum Boot.

Wasserwanderrastplatz Lübz



Montag, 30. Mai 2011

Am Freitag, den 27.05.2011, haben wir auf dem Boot gefaulenzt, das Wetter war regnerisch und trübe und man muss sich ja auch mal ausruhen! Am späten Nachmittag sind wir in die Stadt spaziert und haben bei Garry, einem Armenier, die beste thüringische Rostbratwurst gegessen (Sagt er! War aber wirklich lecker.)

Die Schirmkinder am Pfaffenteich

Blick von der Friedrichstraße zum Dom
Samstag, den 28.05.2011, wir nehmen unsere Fahrräder und fahren damit in die Stadt, da wir etwas einkaufen wollen und dann nicht so schwer zu schleppen haben. Vor dem Rathaus 2 Hochzeiten, ein Paar hat`s hinter sich, das andere könnte man noch warnen! Mir fällt auf, dass ich hier in der Gegend schon öfter Bräute in Weiß beim Standesamt gesehen habe, ist das bei uns auch üblich?
Obwohl für morgen regnerisch und kühl angesagt ist, entschließen wir uns, nach fast 1 Woche weiterzufahren.
Es sieht so ungemütlich am Sonntag, den 29.05.2011, um 7.30, als der Wecker klingelt, aus, dass wir beschließen, das muss nicht sein und wir drehen uns nochmal um!
Nach dem Frühstück sieht die Welt schon anders aus und wir machen die Leinen los.
Die Fahrt geht über den riesigen See (nachdem wir nun das 2. Mal dort fahren, ist es nicht mehr ganz so erschreckend!), dann biegen wir in den ruhigen Störkanal ab. Um 11.30 wird die Brücke geöffnet, wir sind 10 Minuten früher da, es passt prima. Die Fahrt durch den Störkanal ist sehr eintönig, wahrscheinlich trägt das graue Wetter zu dem Eindruck des langweiligen bei.
Wir fahren bis Garwitz, wo es vor der Schleuse einen Wasserwanderrastplatz gibt. Dort liegen wir sehr ruhig, es kommen noch einige andere Schiffe zum Übernachten.
Wasserwanderrastplatz Garwitz

Am Montag, den 30.05.2011, strahlt der Himmel blau und es ist morgens schon schön warm.
Um 9.30 Uhr geht es los, wir werden heute wieder nur 15 km fahren, das heißt bei 2 Schleusen ca. 3 Stunden.
Auf der Müritz-Elde-Wasserstraße
An einem Rastplatz in Slate, nahe dem Städtchen Parchim, machen wir fest. Den Nachmittag haben wir auf einer großen Wiese im Liegestuhl im Schatten verbracht, so kann man es aushalten.

Rastplatz Slate

Es ist sehr schön hier, ein winziges Örtchen mit einem Restaurant Zum Fährhaus, in dem wir abends essen gehen. Wir suchen uns extra ein Gericht aus ohne Salat, das Essen wird aber mit einer großen Salatdekoration gebracht. Auf die Frage, ob alles in Ordnung ist, antworte ich, wir haben den Salat beiseite getan, wir wollen nicht umgebracht werden! Am Ende des Essens kommt der Wirt, schaut uns an und meint, er wollte nur sehen. ob wir noch leben. Auf Grund der anschließenden Diskussion gab er uns den Ausdruck einer Internetseite (Link: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/geheimdienste-in-die-aufklaerung-der-ehec-pandemie-eingeschaltet.html ), was wir davon halten sollen, ist uns auch noch nicht ganz klar!